
Als einziges Team gelang es dem ASK Case IH Steyr St. Valentin im Frühjahr bis dato noch nicht, ein Erfolgserlebnis zu realisieren und im Kampf gegen den Abstieg aus der LT1 OÖ-Liga die ersten Punkte einzufahren. In der heutigen Nachtrags-Partie gegen den SV Haidlmair Grün-Weiß Micheldorf wollte man nun jener Negativspirale umgehend entgegensteuern und folglich ein erstes Lebenszeichen im Kalenderjahr 2025 abgeben. Ein Unterfangen, das schlussendlich in die Hose ging: Die Niederösterreicher mussten sich dem Kontrahenten letztlich mit 0:2 geschlagen geben.
Niederösterreicher zeigen ansprechende Leistung ohne Ertrag
Dabei war es durchaus ansehnlich, was der ASK in der Anfangsphase dieser Begegnung auf den Platz brachte. Immer wieder gelang es den Gästen, durch geradliniges Kombinationsspiel über die Halbräume sowie die Außenbahnen in das letzte Drittel des Gegners vorzudringen. Einziges Manko blieb dahingehend jedoch der finale und schlichtweg entscheidende Pass in der gefährlichen Zone – zu oft traf man dabei die falsche Entscheidung oder ließ die letzte Präzision schmerzlich vermissen. So überstanden die Heimischen trotz überschaubarer Spielanteile die erste Halbzeit unbeschadet und gingen mit einem 0:0 in die Pause.
Heimischen vor dem Tor eiskalt
Nach der Pause änderte sich dann die Charakteristik dieser Partie schlagartig. Durch gezielte taktische Veränderungen in der eigenen Herangehensweise bekamen die Grün-Weißen prompt deutlich mehr Zugriff auf Ball und Gegner und erwiesen sich darüber hinaus als ungemein kaltschnäuzig: Nach einem Vorstoß über die linke Seite kam das runde Leder über Umwege zu Michael Kaltenbrunner, der dieses problemlos aus kurzer Distanz über die Linie bugsierte und die Feichtl-Truppe damit kurzerhand in Front hievte (50.). Die Niederösterreicher ließen sich von jenem Nackenschlag allerdings keineswegs verunsichern und blieben ihrer Linie treu, wenngleich man sich nun im eigenen Spiel deutlich schwerer tat, als es in Durchgang eins noch der Fall gewesen war. Dennoch kam man auch zu Chancen und scheiterte in weiterer Folge denkbar knapp am Ausgleich – ein Abschluss knallte ans Kreuzeck. Schließlich machte der Gastgeber rund zehn Minuten vor Ende der regulären Spielzeit aber den Deckel drauf: Luca David Mayr-Fälten blieb dabei nach einem Foulelfmeter abgebrüht und versenkte die Kugel humorlos im Gehäuse zum 2:0-Endstand. Bemerkenswert: Es ist in dieser Saison das erste Spiel der Micheldorfer, in dem man ohne Gegentreffer geblieben ist.
Stimme zum Spiel
Falko Feichtl (Trainer SV Micheldorf):
„Das war ein Arbeitssieg. Es waren sehr wichtige drei Punkte. Der Sieg war nicht unverdient gegen eine sehr gute Mannschaft.“
Falko Feichtl (Trainer SV Grün-Weiß Micheldorf):
„Die erste Halbzeit ist nicht so verlaufen, wie wir uns das vorgestellt haben. Durch einige Umstellungen sind wir dann nach der Pause viel kompakter aufgetreten und zu besseren Situationen gekommen. Es war grundsätzlich ein verdienter Sieg, wenngleich wir sicher schon besser gespielt haben. Mich freut es aber besonders, dass wir das erste Mal in dieser Spielzeit ohne Gegentreffer geblieben sind.“
Die Besten: Georg Offenthaler (TW, SV Micheldorf), Michael Kaltenbrunner (RV, SV Micheldorf), Felix Gerstmayer (ZM, SV Micheldorf)