Keine Punkte im Innviertel


Die SPG SV Lugstein Cabs Friedburg/Pöndorf war perfekt aus den Startlöchern im Frühjahr gekommen. In den ersten beiden Rückrundenmatches hatte man zwei volle Erfolge realisiert und somit den Druck auf die Tabellenspitze der LT1 OÖ-Liga erhöht. Heute empfing man auf heimischem Rasen den SV Haidlmair Grün-Weiß Micheldorf. Schlussendlich konnte man erwähnte Siegesserie prolongieren und sorgte somit dafür, dass der Rückstand auf den Leader aus Dietach weiterhin vier Punkte beträgt.

 

Knappe Pausenführung für die Heimischen

Die Friedburger starteten perfekt in dieses Kräftemessen und stellten bereits in Minute 9 auf 1:0. Nach einem langen Ball wollte Micheldorfs Keeper Georg Offenthaler die Kugel wegschlagen, traf dabei aber den nachsetzenden Stürmer Markus Wallner, woraufhin das Spielgerät den Weg über die Linie fand – ein Treffer, der gut und gerne als erzwungenes Glückstor bezeichnet werden darf. Dass das in weiterer Folge alles andere als ein Selbstläufer für den Favoriten aus Braunau werden würde, war umgehend offensichtlich. Die Micheldorfer machten es gut gegen den in diesen Wochen so formstark agierenden Kontrahenten. Man begegnete diesem mit physischer Härte und durchlebte in Hälfte eins wirklich gute Phasen. Mehr als Halbchancen sprangen dabei aber nicht heraus. Konkreter im vordersten Drittel blieb da die SPG, welche durch Christopher Fürstaller eine weitere Top-Chance in Durchgang eins verbuchte.

 

Zwei weitere Dämpfer für die Kremstaler

In der Halbzeitpause nahm Gästecoach Falko Feichtl taktische Adaptierungen vor und passte die eigene Grundordnung jener des Gegners an – ein Kniff, der sofort fruchtete. Die Micheldorfer zogen nun ein sehenswertes Pressing auf. Außerdem schlug man auf schwierigem Geläuf immer wieder hohe Bälle, um in die Gefahrenzone vorzudringen. Man schaffte es durch genannte Verhaltensweisen, den Kontrahenten immer mehr reinzudrücken. Besonders bitter: In exakt jener Phase fing man sich den zweiten Gegentreffer an diesem Nachmittag. Nach einem langen Ball behauptete sich der Adressat jenes Zuspiels Jonas Reitter gekonnt und traf dann mit einem platzierten Schuss zum 2:0 (58.). Unmittelbar danach die beste Gelegenheit des Ligadinos aus Micheldorf: Kilian Kreiseder trat mit einem tollen Kopfball in Erscheinung, Friedburgs Keeper Filip Dramac reagierte aber glänzend und lenkte das Leder an den Querbalken. Der Underdog hatte also angeklopft und machte danach endlich Nägel mit Köpfen. In der 66. Minute belohnte man sich für einen vorbildlichen Auftritt und stellte durch den kurz zuvor eingewechselten Manuel Ramskogler, der aus kurzer Distanz erfolgreich war, auf 2:1. In der Schlussphase versuchte man noch einmal alles, ein zweiter Treffer gelang aber nicht mehr. Stattdessen setzte es noch einen weiteren Dämpfer für die Gäste: Thomas Helmberger sah in der 86. Minute die Ampelkarte, musste frühzeitig runter und wird seiner Truppe nun am kommenden Samstag fehlen, wenn man auf eigener Anlage gegen den ASK St. Valentin Wiedergutmachung betreiben will.

 

Stimme zum Spiel

Ernst Öbster (Trainer SPG Friedburg/Pöndorf):

„Das war ein Arbeitssieg. Es waren sehr wichtige drei Punkte. Der Sieg war nicht unverdient gegen eine sehr gute Mannschaft.“

 

Falko Feichtl (Trainer SV Grün-Weiß Micheldorf):

„Es war eine ausgeglichene Partie. Friedburg hat gezeigt, dass sie sehr gut Fußball spielen können. Wir hätten uns einen Punkt verdient gehabt. Es hat aber heute nicht sein sollen. Friedburg hat gut verteidigt und nicht viel zugelassen.“

 

Die Besten: Markus Wallner (ST, SPG Friedburg/Pöndorf), Marius Lehner (IV, SPG Friedburg/Pöndorf)



Fotos: Helmut Dietmaier

Text: Ligaportal